Licht und Schatten

Frische Luft und die letzten Sonnenstrahlen am Abend – Eine schöne Art, den Tag ausklingen zu lassen

Das Thema Corona-Blues hatten wir hier schon öfter. Zugegeben, ich kann mich selbst nicht mehr jammern hören. Also ist das doch vielleicht ein guter Zeitpunkt, mit einer anderen Einstellungen an die Sache heranzugehen. Oh, gehen. Gute Idee. Ich war in den letzten Wochen so oft spazieren wie noch nie zuvor in meinem Leben.

Es entwickelt sich sogar die eigentlich tolle Gewohnheit, nach dem Abendessen direkt die Schuhe anzuziehen, und eine Runde zu gehen. Diese Runde kann mal nur um den erweiterten Block führen, oder auch ein paar Kilometer lang sein. Je nach Wetter, Lust und Laune.

Ist ein abendlicher Spaziergang nun eine große Neuerung im Leben? Das nun nicht so direkt. Aber es hilft merklich, den Arbeitstag zu Hause ausklingen zu lassen, die fehlende Bewegung auszugleichen und einen auf andere Gedanken zu bringen. Vor allem letzteres ist mir in den letzten Tagen sehr wichtig.

Ich möchte nicht, dass meine Tage komplett von Dauerberieselung mit den neuesten Horror-Meldungen und Einschränkungen dominiert werden. Die “Ritualrunde” schafft immer öfter einen positiven Impuls. Und beweist für mich wieder einmal: Es braucht nicht viel, um zufrieden einzuschlafen.

Sie werden so schnell groß… die Zweite

Nachdem mir Thomas heute früh zum Blog-Geburtstag gratuliert hat, lasse ich es mir natürlich nicht nehmen, am 1. Geburtstag unseres Blog-Babys ganz wehmütig zu werden. Natürlich hatte ich den Geburtstag auf dem Schirm, ich bin doch keine Blograbenmutter… *hust*

Was vor einem Jahr für mich als eines meiner neuen Corona-Hobbys begonnen hat, verstetigt sich nun so langsam. Und schön zu wissen, dass wir immer noch neue Ideen haben und sich dabei nicht alles um das große C dreht.

In diesem Sinne, Party hard und auf die nächsten Jahre. Btw: Thomas, soooo lange ist auch nicht mehr bis zu unserem 20-Jährigen 🙂

Sie werden so schnell groß…

Liberal Minimal wird heute ein Jahr alt, der erste Geburtstag unseres Blogs! Wie schnell die Zeit vergeht. Nicht immer fliegen einem die Ideen zu, aber fast immer findet sich letztendlich der ein oder andere Gedanke, über den es sich aus unserer Sicht zu schreiben lohnt.

Wir verändern uns. Wir denken nach, wir orientieren uns neu. Darüber zu schreiben, mal mehr, mal weniger, macht nach wie vor großen Spaß. Und wir sind gespannt, wohin die Reise geht.

Ich habe damit begonnen, zu meditieren

Es gibt immer wieder Phasen, in denen mein Kopf nicht so spielt, wie ich das möchte. So habe ich in jüngster Vergangenheit mehrfach von Erlebnissen und Momenten der Vergangenheit geträumt, von denen ich eigentlich dachte, ich hätte sie hinter mir gelassen. Damit es etwas greifbarer wird: Von Momenten bzw. Situationen, die für mich sehr verletzend und/oder belastend waren. Und die mich scheinbar noch immer prägen und beschäftigen.

Da dachte ich mir: Wenn mir weniger vollgestopfte Regale, Struktur und Übersicht in Finanzen, Arbeit und organisatorischen Dingen gut tun – mit einem Wort Einfachheit, wenn auch in vielseitiger Form, dann doch auch sicher meinem Hinterstübchen. Daher lese ich gerade ein Buch über Meditation.

Ist die Besinnung der Weg, schlechte Erinnerungen hinter sich zu lassen und besser damit umgehen zu können? Ich bin sehr gespannt und offen für diese für mich neuen Anregungen.

Vegan – Klappe, die zweite

Nachdem ich meinen veganen Januar, den Veganuary hatte und diesen sogar ohne bleibende Schäden (Achtung Ironie!) überstanden habe, bin ich seit dem Ersten dieses Monats wieder ohne tierische Produkte unterwegs.

Warum? Die letzten Wochen war ich weniger fit als normalerweise. Müde, erschöpft und antriebslos. Ob das einfach nur die normale Frühjahrsmüdigkeit, nur ein wenig stärker ist, weiß ich nicht. Aber da ich mich im und nach dem veganen Januar fitter und besser als vorher gefühlt habe, habe ich beschlossen, den Versuch erneut zu starten. Langweilig wird mir dabei auch nicht, drei Monate weiter im Kalender haben schon wieder ganz andere Lebensmittel Saison.

Und falls mir der Versuch nicht hilft, wird er zumindest kein weiteres Mal schaden. Ich werde berichten.

Sehnsucht nach Draußen

In diesen Tagen schiebe ich einen regelrechten Blues. Die auch nach … wie lange geht das eigentlich schon mit Corona? Jedenfalls auch die nach vielen, vielen Monaten noch bestehenden, eher noch tiefergehenden Einschränkungen nerven mich gerade massiv. Zwar bin ich stets brav, aber es fällt schwer. Zumal ich nicht wirklich den Eindruck habe, dass unsere Landesvertreter und deren Verwaltungsapparat Herr der Lage sind. Aber Halt, auf diesem Blog soll es nicht um Politik gehen.

Wo waren wir also? Ach ja, der Blues. Mich zieht es raus. Wie gern würde ich mein Zelt samt Schlafsack in den Rucksack werfen. Noch etwas Kleinkram dazu, vieles braucht man ohnehin nicht. Und dann ab. Wohin? Spontan zieht es mich nach Skandinavien. Lediglich mit einer groben Himmelsrichtung als Ziel losgehen. Übernachten, wo es einem gefällt. Immer an der frischen Luft.

Das Schreiben dieser Zeilen und die damit einhergehenden Bilder in meinem Kopf machen mir Hoffnung. Oder verstärken sie den Blues? Nein nein, Hoffnung. Ja genau.

Unverhofft kommt oft

In meinem letzten Artikel schrieb ich davon, müde zu sein. Mir fehlte der der Alltag der Austausch mit Menschen, Normalität.

Nach wie vor habe ich nicht mehr meinen normalen Freizeitalltag, so wie er noch vor einem Jahr war. D.h. an festen Tagen zum Sport gehen, sich mit Freunden treffen, Essen gehen, Ausflüge unternehmen und Vieles mehr.

Kraft schöpfe ich aber aus kleinen Inseln des neuen Alltags. Das sind das wöchentliche Online-Pubquiz, der Online-Yogakurs und zumindest die tägliche Runde um den Block.

Mir ist auch immer bewusst, dass ich im Vergleich zu vielen anderen weniger Sorgen habe. Ich habe keine Angst um meinen Job, mir geht es gesundheitlich gut, ich muss Homeoffice nicht in Einklang mit Homeschooling bringen und dabei Angst haben, dass Kinder zu kurz kommen während ich mich selbst im Hamsterrad abrenne.

Dennoch hatte es mir vor meinem zweiten Geburtstag während Corona regelrecht gegraust! Das zweite Mal daheim sitzen, Trübsal blasen, so rein gar nichts tun…

Umso schöner war es daher, dass ich einen wunderschönen Tag mit meinem Lieblingsmenschen und einer Freundin hatte. Diese hatte sich ganz spontan am Tag vorher angekündigt. Und dann noch der Überraschungsbesuch einer Freundin, um einen Geschenkkorb meiner engsten Freundinnen zu übergeben. Alles natürlich corona-konform. Dazu kamen dann noch die vielen, wirklich von Herzen kommenden Glückwünsche.

Daher: Unverhofft kommt oft. Ich hatte mich auf einen eher traurigen Tag eingestellt und war am Ende einfach nur beseelt

Ideen gegen die Langeweile – Teil 2

Nach dem ersten Artikel haben in den letzten Wochen noch andere Ausprägungen der bereits vorgestellten Ideen Wege kreuz und quer durch mein Gehirn genommen. Zwar setze ich nicht alle davon um, aber vielleicht findet sich ja der ein oder andere von euch darin wieder.

  1. Im letzten Artikel war eine Idee die Suche nach einem Indoor-Hobby. Ich greife diese erneut auf, weil ich gerade gelesen habe, dass die Modelleisenbahn einen Boom erfährt. Irgendwie logisch: Viele entdecken vielleicht gerade ihr altes Hobby wieder, oder sind auf der Suche bei den kleinen Zügen gelandet. Ich hätte auch meinen Spaß daran, aber nicht den Platz dafür.
  2. Die Modelleisenbahn führt mich zu anderen “Klassikern”: Briefmarken, Schallplatten, Modellbau, Holzbearbeitung?
  3. Kochen & Backen lernen. Ich habe damit zu Corona-Zeiten angefangen. “Glücklicherweise” komme ich so langsam voran, dass mich das noch lange beschäftigen kann und wird. Davon profitiere ich bereits jetzt: Nie wieder muss ich ekliges Baguette aus dem Supermarkt essen.
  4. Vielleicht gibt es noch das ein oder andere Thema, das bisher auf die lange Bank geschoben wurde. Zum Beispiel, weil es Recherchearbeit oder komplexe Entscheidungsfindung verlangt. Bei mir war das das Thema Altersvorsorge. Ich habe viel Zeit investiert, mich schlau gemacht und mir eine Strategie überlegt.
  5. Wie wäre es mit einer kleinen Midlife-Crisis? Das mache ich zum Beispiel gerade. Und das hat mich im Nachhinein betrachtet wohl auch zum Thema Altersvorsorge gebracht. Zwar glaube ich nicht, dass ich bereits die Mitte des Lebens erreicht habe. Und eine Krise habe ich eigentlich auch nicht. Aber ich ertappe mich immer öfter dabei, mir Gedanken darüber zu machen, wo ich mich in der Zukunft sehe – in vielerlei Hinsicht. Aber je nachdem, wie sehr man es übertreibt, kann das sicher als Midlife-Crisis durchgehen. Das Thema ist auch erfrischend vielseitig!

Müde

Ich bin müde, coronamüde. Auf den Tag genau vor einem Jahr hatte ich meinen letzten regulären Tag im Büro bevor es ins Homeoffice ging. Seitdem bin ich nur einzelne Tage im Büro und seit fast einem halben Jahr schon auch komplett alleine in der Geschäftsstelle an besagten einzelnen Tagen.

Was am Anfang noch neu und aufregend für mich war – ich hatte bei meinem alten Arbeitgeber nicht die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten – ist dem Alltag gewichen.

Ich will mich auf keinen Fall beschweren, ich bin dankbar dafür, dass mein Arbeitgeber vernünftig ist, uns und unsere Gesundheit als Mitarbeitende schätzt und wir die Möglichkeit haben, von zu Hause aus zu arbeiten. Dennoch sehne ich mich nach meinem Alltag, meinem „normalen“ vor-Corona-Alltag.

Wenn man nichts zu sagen hat…

…sollte man ja eigentlich den Mund halten. Dann dachte ich aber, dass es eigentlich für den Autor eines Blogs zum Thema Minimalismus eher positiv zu sehen sein sollte, wenn er nichts zu sagen hat. Darüber könnte man wiederum schreiben! Und nur einen Moment später dachte ich, ich habe doch etwas zu sagen. Man möge mir den Schreibstil verzeihen, ich verwirre mich selbst auch.

Was möchte ich denn eigentlich nun sagen? Nun ja, es gibt gerade nichts auszumisten, nichts zu sortieren oder zu organisieren. Die Schäfchen sind im Trockenen, Verträge auf ein Minimum reduziert, Ausgaben im Griff, Verpflichtungen ebenso. Ein Grund zum Ausruhen? Nein, denn eigentlich ist das materielle und finanzielle klar Schiff machen für mich nur der naheliegendste Ansatzpunkt zum Thema Minimalismus.

Und nun? Ich glaube derzeit, der nächste Ansatzpunkt, der bin ich selbst. Den Kopf freibekommen. Mich auf die Dinge fokussieren, die mich im Leben weiterbringen und mir positives geben. Zwar praktiziere ich das an sich schon länger, habe aber nun die “Kapazität”, mich vollumfänglich darauf einzulassen.

So habe ich nun doch etwas zu sagen: Ich befasse mich gerade mit den weiteren Facetten von dem, was ich für mich als den einen, meinen Minimalismus definiere.