Archiv für den Monat: September 2020

Es wird Herbst. Und dunkel – Teil II

Der goldene Herbst kommt. Das Laub färbt sich bunt, und gerade die Pfalz zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Bunte Weinberge, nebelverhangene Landschaften, Kastanien, Kürbissaison, (neuer) Wein, Zeit für lange Wanderungen und Spaziergänge.

Nur schade, dass sich das Wetter in den letzten Tagen doch nicht in bester Postkartenmotivmanier gezeigt hat. Es ist kalt, regnerisch, düster und ich bin nicht fit.

Vielleicht hilft es mir aber, wenn ich mich Thomas‘ Vorsatz anschließe und versuche, mich von der dunklen Jahreszeit nicht runterziehen zu lassen. Das schlechte Wetter wurde genutzt, um die aufgeschobenen Aufgaben abhaken zu können. Und die Tage, an denen es doch noch schön wird, werde ich nutzen, um in der Natur zu sein und doch ein wenig von diesem goldenen Herbst mitzubekommen.

Meine liebste Jahreszeit wird der Herbst nie sein, aber im Vergleich zum Sommer hat es jede Jahreszeit bei mir schwer. Aber bevor ich den endgültigen Herbstblues bekomme, versuche ich das Beste aus ihr zu machen.

Es wird Herbst. Und dunkel.

An diesem Wochenende ist es schon deutlich zu spüren: Der Herbst kommt. Und während die einen von den schönen Farben der Wälder reden, versuche ich, nicht depressiv zu werden. Ich hasse Herbst. Und Winter erst Recht. Zugegeben, die erwähnte Farbvielfalt im Wald sieht wirklich schön aus. Aber das war es dann auch schon. Denn nun kommt bald wieder die Zeit, in der man im Dunkeln zur Arbeit geht und auch nach Hause kommt. Die berühmte dunkle Jahreszeit. Die kalte Zeit. Wenn es wenigstens Schnee geben würde. Aber die letzten Jahre hat es eigentlich nur geregnet. Regen und Kälte, eine der ekelhaftesten Kombinationen.

Nun gibt es ja aber auch positive Aspekte. Man könnte die Zeit zuhause nutzen. Renovieren? Den Papierkram auf Vordermann bringen? Oder Artikel für den Blog schreiben. Tatsächlich habe ich mich heute schon dabei erwischt, über Neujahrsvorsätze nachzudenken. Aber warum bis zum ersten Januar warten? Es gibt so viel zu tun, und so viele Ideen.

Daher mein erster Vorsatz: Nicht von der dunklen Jahreszeit runterziehen lassen. Stattdessen möchte ich die Dinge erledigen, die ich klassisch vor mir hergeschoben habe. Ein Ansatz wäre, an diesem Wochenende einmal meine Ordner durchzugehen und nicht mehr benötigte Unterlagen zu entsorgen. Das habe ich nämlich schon eine ganze Weile nicht mehr getan – das Wetter war zu schön.

Macht Geld glücklich?

Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Macht Geld wirklich glücklich? Muss es immer mehr sein? Mittlerweile habe ich mir die Frage beantwortet. Nein, Geld macht nicht glücklich. Aber man braucht Geld um glücklich zu sein. Getreu dem Motto “liberal minimal” liegt die Antwort für mich in der Mitte.

Es braucht ein gewisses Einkommensniveau, um glücklich zu sein. Glücklich in Bezug auf Finanzen bedeutet für mich, sich keine Sorgen um Geld machen zu müssen. Nun kommt es aber auch auf die eigenen Lebensverhältnisse an. Sie bestimmen, wie hoch dieses notwendige Einkommensniveau ist.

Ich möchte mir um die Katastrophen des Alltags keine (finanziellen) Gedanken machen müssen. Waschmaschine oder Auto kaputt? Reparieren oder gegebenenfalls ersetzen. Ohne ängstlichen Blick aufs Konto. Kurz genervt sein, dann ist das Thema auch schon erledigt.

Zwei Wege sind aus meiner Sicht möglich, um das zu erreichen: Ausgaben reduzieren oder Einnahmen erhöhen. Zugegeben, beides in Kombination ist auch ein möglicher Weg. Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin: Ich brauche keinen Neuwagen. Ein Gebrauchter bringt mich auch von A nach B. Ständig neue Möbel, Unterhaltungselektronik, Kleidung etc.? Diese Dinge machen mich nicht glücklicher. Das musste ich aber erst lernen.

Ärger über den Ärger

Am letzten Wochenende habe ich eine Radtour unternommen. Das Wetter war hervorragend, die Strecke hat Spaß gemacht. Ich war flott unterwegs, die Bodenverhältnisse hätten kaum besser sein können. Die Einkehr unterwegs war herrlich. Ein Kurzurlaub am Samstag, Erholung für den Kopf und eine willkommene Ablenkung vom Büroalltag durch Bewegung.

Zuhause angekommen stelle ich fest, dass mein ohnehin ungeliebtes GPS wieder einmal durch nicht funktionierende Software eine fehlerhafte Aufzeichnung erstellt hat. Diese ließ sich weder auslesen noch auswerten. Darüber habe ich mich sehr geärgert und auch aufgeregt. Im Nachgang habe ich mich dann noch einmal geärgert. Und zwar darüber, dass ich mich geärgert habe. Warum eigentlich?

Weil ich eine schöne Radtour gemacht habe? Bei tollem Wetter? In schöner Natur? Das wäre sinnlos. Genauso sinnlos, wie mir den Spaß daran durch ein blödes, unnötiges Gerät verderben zu lassen. Denn eigentlich ist es doch egal, wie weit ich gefahren bin. Oder wieviele Höhenmeter bewältigt wurden. Hauptsache, ich hatte dabei meinen Spaß.

Würde ich nicht noch mehr Spaß haben, wenn ich mich weder während noch nach der Fahrt über das blöde Gerät ärgern würde? Ich werde es ausprobieren. Denn eigentlich ist ja der Weg das Ziel, nicht die Auswertung.

Es ist still geworden

Erschrocken stelle ich fest, dass schon wieder eine Woche vorbei ist. Die Zeit rast. Ich arbeite, mache Sport, lese seit langem wieder einmal ein Buch. Und ich habe noch ein anderes Buch hier liegen, das mich interessiert. Aber da war doch noch etwas? Ach ja, dieser Blog. Nein, eigentlich empfinde ich das Schreiben hier nicht als lästige Notwendigkeit oder gar Verpflichtung. Im Gegenteil, es macht Spaß. Es kann also ruhig wieder lauter werden. Vielleicht habe ich auch einfach unbewusst eine kreative Pause gemacht?

Wieder einmal Montag

oder endlich wieder Montag?

Der Wecker klingelt um 5:50 Uhr. Bis ich es aus dem Bett schaffe, vergehen noch einige Minuten. Zähne putzen, die am Vorabend gerichteten Fahrradklamotten anziehen. Um kurz nach sechs sitze ich auf dem Rad. Die 8 Grad machen schlagartig wach. Gemütlich fahre ich meine kürzeste Stammstrecke. Ankunft im Büro, es ist gerade halb sieben durch. Eine schnelle Dusche, noch vor sieben Uhr sitze ich am Schreibtisch.

Ich habe mir heute genau überlegt, was ich schaffen möchte. Der Plan geht auf. Ein schönes Gefühl. Um kurz nach vier setze ich mich wieder auf mein Fahrrad. Die Sonne scheint, es geht etwas Luft. Ich entscheide mich für die längere Route nach Hause. Viel Grün, viel Wald, wenig Asphalt und Trubel. Fast eine Stunde später komme ich gut gelaunt zu Hause an.

Eigentlich war das kein übler Montag. Und ganz ohne Stress.