Archiv für den Monat: Dezember 2020

Neujahrsidee 1: Konsumdiät

Wie in Die Zeit der guten Vorsätze angedeutet, habe ich zu viele Ideen und Hirngespinste, als dass ich alles auf einmal angehen könnte. Daher möchte ich nach und nach jeweils eine Idee angehen. Den Anfang macht eine Konsumdiät.

Zwar kaufe ich ohnehin wenig, dennoch erwische ich mich hin und wieder dabei, aus einer Laune heraus etwas zu kaufen. Mehr als einmal habe ich mich im Nachhinein darüber geärgert. Also werde ich nun erst einmal einen Monat lang nichts kaufen. Ende Januar werde ich für mich ein Fazit ziehen.

Was ich mir davon erhoffe? Ich habe zum Beispiel Bücher, die mich sehr interessieren, für die ich aber bisher weder Zeit noch Muße hatte. Auch ist diese Jahreszeit sehr gut für das Grundlagentraining auf dem Fahrrad geeignet. Und dann wäre da ja auch noch die weitere Ideenfindung…

Ich wünsche euch einen guten Start in das neue Jahr.

Weniger ist nicht immer schlechter

Ich habe lange überlegt, wie ich meine Gedanken zu diesem Thema ausdrücken soll. Denn ich bin hin- und hergerissen. Auf der einen Seite empfinde ich Verständnis und auch Mitleid für Jeden, der sich in der aktuellen Situation Sorgen machen muss. Egal ob dies nun wirtschaftlicher Natur oder beispielsweise aufgrund einer aufgeschobenen medizinischen Behandlung ist.

Aber dann sehe ich da auch die andere Seite. Die aktuelle Situation, die uns zu dem zwingt, was Wirtschaft und Werbung uns letztendlich durch Konsum suggerieren: Besinnung. Erholsamkeit. Im engsten Kreis der Familie. Nun hetzen wir eben nicht am 23. oder gar 24. Dezember nahezu verzweifelt durch die Innenstadt, um uns den Kopf darüber zu zerbrechen, was wir dann noch dem einen Menschen schenken sollen, der sowieso schon alles hat.

Vielleicht ist dieses Jahr auch einmal die Gelegenheit, sich wirklich auf den engsten Kreis seiner liebsten Mitmenschen zu besinnen. Ohne den berühmten Weihnachtsstress. Denn wenn man froh ist, wenn die Feiertage vorbei sind und man bis Silvester endlich einmal ein paar ruhige Tage hat, dann stimmt doch eigentlich etwas nicht.

Dies wird der letzte Beitrag vor Weihnachten sein. Wir wünschen euch trotz der Umstände schöne und vor allem besinnliche Feiertage. Passt auf euch auf.

Die Zeit der guten Vorsätze

Jedes Mal, wenn der Jahreswechsel näher rückt, entstehen bei mir die Gedanken der guten Vorsätze. Zunächst frage ich mich dann regelmäßig, warum das immer eigentlich zum 1. Januar beginnen muss. Naja, das ist eben typisch deutsch. Es muss alles seine Ordnung haben.

Aber halt: Man könnte doch auch am 14. Dezember anfangen. Zum Beispiel mit den Vorsätzen hinsichtlich Ernährung. Denn gerade kratze ich an der oberen Toleranzgrenze, was mein eigenes Gewicht angeht. Gehen wir es an. Besser heute als morgen.

Es tummeln sich so viele, viel zu viele Ideen in meinem Kopf. Weiter die italienische Sprache lernen, mehr und experimenteller kochen, die Fotografie in verschiedenen Spezialisierungen und und und. Dabei ist doch aber Freizeitstress unter anderem das, was ich verhindern möchte. Also überlege ich mir, worauf ich wirklich Lust habe. Und was mich weiterbringt/mich entspannt, anstatt mich unter Zwang zu stellen. Das sollte mein vielleicht wichtigster Vorsatz sein. Kein Zwang.

Über das, was dann noch übrig bleibt, muss ich mir Gedanken machen. Ich habe ja noch zwei Wochen Zeit. Die Ordnung, ihr wisst schon.

Mir geht es besser mit…

Nachdem Jennifer und ich uns darüber ausgelassen haben, was wir definitiv nicht brauchen, möchte ich heute einmal in die andere Richtung schauen. Denn mir geht es besser mit…

…den Menschen, die mir etwas bedeuten. Dabei ist es gar nicht so wichtig, wie oft man sich sieht. Vielmehr zähle ich hierzu Menschen, mit denen ich über alles sprechen kann. Oder denen ich jederzeit mein eigenes Schicksal anvertrauen würde.

…Sport. Auch wenn die Motivation hier und da mal etwas zu wünschen übrig lässt. Stets bleibt die Freude an der Bewegung. Daran, sich zu fordern und gelegentlich eine (geglaubte) eigene Grenze zu überschreiten. Und dabei oft unvergessliche Eindrücke zu sammeln.

…dem Wissen, nicht reich zu sein wenn ich viel habe, sondern wenn ich wenig brauche. Denn das führt mich automatisch zu Unabhängigkeit, Sicherheit und Freiheit.

…Bergen. Ich mag die Landschaft, die Mentalität der Menschen. Irgendwann wird es mich hoffentlich dauerhaft dorthin verschlagen. Als Kind hätte ich gesagt: Wenn ich mal groß bin.

Mir geht es besser ohne… Teil 2

Da ich in letzter Zeit gut darin bin, neunmalklug auf Thomas‘ Beiträge zu antworten, mache ich direkt weiter. Denn, mir geht es besser ohne…

… unnötige Gespräche. Damit meine ich keinen handelsüblichen Smalltalk, sondern wirklich Gespräche, die geführt werden, um die Stille zu brechen und die zu nichts führen. Ja, ich bin immer noch im Homeoffice, ja, heut ist es nebelig, ja heut war viel Verkehr. Auf was willst du hinaus mit solchen Aussagen?! Genießt doch einfach mal die Stille! Das wussten Depeche Mode schon vor 30 Jahren.

… falsches Pflichtbewusstsein. Dazu gehört für mich, keine Treffen mehr wahrzunehmen, auf die ich keine Lust habe bzw. Leute zu treffen, die mir nicht guttun. Das Leben ist zu kurz und zu schön, um seine Zeit zu verschwenden.

… den Versuch, es allen recht zu machen. Seit ich Dinge nicht mehr „anstandshalber“ tue, „weil es sich so gehört“, und seit ich mich in bestimmten Situationen nicht mehr so benehme, „wie es von einem erwartet wird“, fühle ich mich freier und gelöster.