Ärger über den Ärger

Am letzten Wochenende habe ich eine Radtour unternommen. Das Wetter war hervorragend, die Strecke hat Spaß gemacht. Ich war flott unterwegs, die Bodenverhältnisse hätten kaum besser sein können. Die Einkehr unterwegs war herrlich. Ein Kurzurlaub am Samstag, Erholung für den Kopf und eine willkommene Ablenkung vom Büroalltag durch Bewegung.

Zuhause angekommen stelle ich fest, dass mein ohnehin ungeliebtes GPS wieder einmal durch nicht funktionierende Software eine fehlerhafte Aufzeichnung erstellt hat. Diese ließ sich weder auslesen noch auswerten. Darüber habe ich mich sehr geärgert und auch aufgeregt. Im Nachgang habe ich mich dann noch einmal geärgert. Und zwar darüber, dass ich mich geärgert habe. Warum eigentlich?

Weil ich eine schöne Radtour gemacht habe? Bei tollem Wetter? In schöner Natur? Das wäre sinnlos. Genauso sinnlos, wie mir den Spaß daran durch ein blödes, unnötiges Gerät verderben zu lassen. Denn eigentlich ist es doch egal, wie weit ich gefahren bin. Oder wieviele Höhenmeter bewältigt wurden. Hauptsache, ich hatte dabei meinen Spaß.

Würde ich nicht noch mehr Spaß haben, wenn ich mich weder während noch nach der Fahrt über das blöde Gerät ärgern würde? Ich werde es ausprobieren. Denn eigentlich ist ja der Weg das Ziel, nicht die Auswertung.

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