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Neujahrsidee 1: Konsumdiät

Wie in Die Zeit der guten Vorsätze angedeutet, habe ich zu viele Ideen und Hirngespinste, als dass ich alles auf einmal angehen könnte. Daher möchte ich nach und nach jeweils eine Idee angehen. Den Anfang macht eine Konsumdiät.

Zwar kaufe ich ohnehin wenig, dennoch erwische ich mich hin und wieder dabei, aus einer Laune heraus etwas zu kaufen. Mehr als einmal habe ich mich im Nachhinein darüber geärgert. Also werde ich nun erst einmal einen Monat lang nichts kaufen. Ende Januar werde ich für mich ein Fazit ziehen.

Was ich mir davon erhoffe? Ich habe zum Beispiel Bücher, die mich sehr interessieren, für die ich aber bisher weder Zeit noch Muße hatte. Auch ist diese Jahreszeit sehr gut für das Grundlagentraining auf dem Fahrrad geeignet. Und dann wäre da ja auch noch die weitere Ideenfindung…

Ich wünsche euch einen guten Start in das neue Jahr.

Weniger ist nicht immer schlechter

Ich habe lange überlegt, wie ich meine Gedanken zu diesem Thema ausdrücken soll. Denn ich bin hin- und hergerissen. Auf der einen Seite empfinde ich Verständnis und auch Mitleid für Jeden, der sich in der aktuellen Situation Sorgen machen muss. Egal ob dies nun wirtschaftlicher Natur oder beispielsweise aufgrund einer aufgeschobenen medizinischen Behandlung ist.

Aber dann sehe ich da auch die andere Seite. Die aktuelle Situation, die uns zu dem zwingt, was Wirtschaft und Werbung uns letztendlich durch Konsum suggerieren: Besinnung. Erholsamkeit. Im engsten Kreis der Familie. Nun hetzen wir eben nicht am 23. oder gar 24. Dezember nahezu verzweifelt durch die Innenstadt, um uns den Kopf darüber zu zerbrechen, was wir dann noch dem einen Menschen schenken sollen, der sowieso schon alles hat.

Vielleicht ist dieses Jahr auch einmal die Gelegenheit, sich wirklich auf den engsten Kreis seiner liebsten Mitmenschen zu besinnen. Ohne den berühmten Weihnachtsstress. Denn wenn man froh ist, wenn die Feiertage vorbei sind und man bis Silvester endlich einmal ein paar ruhige Tage hat, dann stimmt doch eigentlich etwas nicht.

Dies wird der letzte Beitrag vor Weihnachten sein. Wir wünschen euch trotz der Umstände schöne und vor allem besinnliche Feiertage. Passt auf euch auf.

Die Zeit der guten Vorsätze

Jedes Mal, wenn der Jahreswechsel näher rückt, entstehen bei mir die Gedanken der guten Vorsätze. Zunächst frage ich mich dann regelmäßig, warum das immer eigentlich zum 1. Januar beginnen muss. Naja, das ist eben typisch deutsch. Es muss alles seine Ordnung haben.

Aber halt: Man könnte doch auch am 14. Dezember anfangen. Zum Beispiel mit den Vorsätzen hinsichtlich Ernährung. Denn gerade kratze ich an der oberen Toleranzgrenze, was mein eigenes Gewicht angeht. Gehen wir es an. Besser heute als morgen.

Es tummeln sich so viele, viel zu viele Ideen in meinem Kopf. Weiter die italienische Sprache lernen, mehr und experimenteller kochen, die Fotografie in verschiedenen Spezialisierungen und und und. Dabei ist doch aber Freizeitstress unter anderem das, was ich verhindern möchte. Also überlege ich mir, worauf ich wirklich Lust habe. Und was mich weiterbringt/mich entspannt, anstatt mich unter Zwang zu stellen. Das sollte mein vielleicht wichtigster Vorsatz sein. Kein Zwang.

Über das, was dann noch übrig bleibt, muss ich mir Gedanken machen. Ich habe ja noch zwei Wochen Zeit. Die Ordnung, ihr wisst schon.

Mir geht es besser mit…

Nachdem Jennifer und ich uns darüber ausgelassen haben, was wir definitiv nicht brauchen, möchte ich heute einmal in die andere Richtung schauen. Denn mir geht es besser mit…

…den Menschen, die mir etwas bedeuten. Dabei ist es gar nicht so wichtig, wie oft man sich sieht. Vielmehr zähle ich hierzu Menschen, mit denen ich über alles sprechen kann. Oder denen ich jederzeit mein eigenes Schicksal anvertrauen würde.

…Sport. Auch wenn die Motivation hier und da mal etwas zu wünschen übrig lässt. Stets bleibt die Freude an der Bewegung. Daran, sich zu fordern und gelegentlich eine (geglaubte) eigene Grenze zu überschreiten. Und dabei oft unvergessliche Eindrücke zu sammeln.

…dem Wissen, nicht reich zu sein wenn ich viel habe, sondern wenn ich wenig brauche. Denn das führt mich automatisch zu Unabhängigkeit, Sicherheit und Freiheit.

…Bergen. Ich mag die Landschaft, die Mentalität der Menschen. Irgendwann wird es mich hoffentlich dauerhaft dorthin verschlagen. Als Kind hätte ich gesagt: Wenn ich mal groß bin.

Mir geht es besser ohne… Teil 1

…Zigaretten. Das ist tatsächlich das Erste, was mir hierzu einfällt. Im kommenden Januar sind es sechs Jahre, seitdem ich mit dem Rauchen aufgehört habe.

…Nachrichten, inkl. Wetterbericht. Früher habe ich regelmäßig verschiedene Zeitungen abgeklappert. Im Endeffekt habe ich mich aber meistens geärgert, fand etwas traurig und/oder sinnlos etc. Interessiert mich das Weltgeschehen, linse ich auf die Seite einer großen Nachrichtenagentur.

…Papier. In meinen Ordnern ist nur das, was ich wirklich brauche. Dadurch sind es auch nur drei Stück. Und ich muss auch nichts heraussuchen, nur herausnehmen.

…Lust- und Spontankäufe. Ich habe dadurch mehr Geld zur Verfügung und wende auch weniger Zeit auf für Dinge, die ich eigentlich nicht brauche. Ein Beispiel? Gerne: Ein Saugroboter. Ich hätte gerne einen, weil ich technikverliebt und allergisch bin. Und noch dazu das Staubsaugen auch gerne einmal vergesse. Ein solches Gerät verspricht eine permanent gesaugte Wohnung. Es will aber auch konfiguriert, entleert, saubergemacht und entstört werden. Ist es, wenn man ehrlich ist, nicht besser, einfach alle 2 Tage den Staubsauger in die Hand zu nehmen? In diesem Beispiel ist nicht der Staubsauger das Problem, ich bin es selbst.

…Soziale Netzwerke. Mit den Menschen, mit denen ich Kontakt haben möchte, habe ich Kontakt. Ganz ohne “Gefällt mir” und “Das habe ich heute gegessen”.

Black Friday Week? Nö.

Ich habe ja schon den Black Friday nicht verstanden. Die Black Friday Week, von der ich auf viel zu vielen Webseiten lesen muss, setzt dem noch die Krone auf. Nach Black Friday und Black Friday Week kommt nächstes Jahr vielleicht der Black Friday Month?

Was soll ich nicht alles kaufen. Rabatte hier, alles muss raus dort, haste nicht gesehen da. Dabei weiß ich, wie ich am meisten spare: Ich kaufe nichts. Eigentlich könnte man darüber lachen, wenn einem in einer Werbung für einen Konsumartikel gesagt wird, wieviel man dabei spart.

Ich fahre seit Jahren sehr gut mit der Einstellung, mir eine durch den Kopf spukende Anschaffung gründlich zu überlegen. Und wenn es dann tatsächlich soweit ist, liefert ein Preisvergleich ein günstiges Angebot. Davon gibt es heutzutage genügend, jederzeit. Und wenn sich eine Anschaffung doch als Fehlkauf herausstellt (ich denke spontan an meine Smartwatch), gestehe ich mir das ein. Dann wird der Gegenstand verkauft oder verschenkt.

Mit diesem Konsumverhalten spare ich am meisten. Und zwar nicht nur Geld, sondern auch vor allem Zeit und Nerven.

Nein, ich bin nicht genervt

Sehr oft denke ich mir, dass weniger mehr ist. Neuerdings möchte ich vor allem seltener genervt sein. Und da ich Herausforderungen mag, habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wann ich offensichtlich unnötig genervt bin.

Zum Beispiel beim Warten in der Schlange an der Supermarktkasse. Manchmal kann man die Aggressivität und Anspannung der gesammelten Kundschaft buchstäblich fühlen. Da wird demonstrativ nach vorne und auf die Uhr geschaut, genervt aufgestöhnt und leise geschimpft. Zwar gehöre ich nicht zu den schimpfenden und fluchenden Kunden, aber ich bemerke meine Ungeduld.

Oder der Klassiker. Kaum zu toppen. Nahezu Folter für die Nerven: Die Bahn. Zwei Wörter, die meinen Puls bereits hochtreiben, selbst wenn ich gerade im Auto sitze. Apropos Auto: Warum bin ich eigentlich genervt, wenn bei erlaubtem Tempo 50 vor mir jemand nur 47 km/h fährt? Würde ich ausrechnen, wie viel Zeit ich verliere, während derjenige vor mir fährt, käme vermutlich allzu oft etwas lächerliches heraus.

In solchen Situationen bin ich ab sofort, das habe ich soeben beschlossen, nicht mehr genervt. So.

Schattenspiele

Eine andere Perspektive schafft andere Sichtweisen und Beurteilungen. Einfach mal über den eigenen Schatten springen. Manchmal ist es gar nicht schlecht, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Eine andere Perspektive lässt einen die eigene Meinung zu bestimmten Dingen vielleicht überdenken. Oder man versteht einen Mitmenschen besser und kann auf ihn eingehen. Wir haben uns auch einmal anders gesehen. Und nebenbei einige der letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen dürfen.

Home Office – Erfahrungen und Tipps

In Zeiten von Corona erlebt Home Office auch hierzulande Hochkonjunktur. Da ich bereits seit 2012 regelmäßig zu Hause arbeite, möchte ich in diesem Beitrag einige Tipps zum Arbeiten zu Hause geben.

  1. Die gewohnten Arbeitszeiten einhalten. Auch bei flexiblen Arbeitszeiten sind die meisten Menschen in meinem Umfeld zur gleichen Zeit am Arbeitsplatz. Ausnahmen werden eher durch Stau, ausgefallene Züge etc. verursacht. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Diese Gewohnheiten pflege ich auch zu Hause. Ich stelle mir immer den gleichen Wecker und sitze auch immer zur gleichen Zeit am Rechner. Mein Kopf weiß dann: Jetzt beginnt der Arbeitstag.
  2. Den Arbeitsbereich von Ablenkungen befreien. Sicher ist das Geschmacksache. Aber ich brauche die eindeutige Trennung von Privatleben und Beruf. Wenn ich am Schreibtisch zu Hause arbeite, befinden sich keine privaten Dinge auf dem Tisch oder im direkten Blickfeld.
  3. Sich und den Arbeitsplatz abgrenzen. Wenn zur Arbeitszeit andere Personen im Haushalt anwesend sind empfiehlt es sich in meinen Augen, Grenzen zu ziehen. Wenn man am Arbeitsplatz sitzt, steht man nicht zur Verfügung. So wird man nicht aus der Konzentration gerissen.
  4. Eine vernünftige Pause machen. Die Küche ist nicht weit. Schnell etwas essen, am Ende sogar am Schreibtisch. Alles schon gehabt. Aber sicher weder gut und sinnvoll. Eine ordentliche Mittagspause wirkt Wunder. Vielleicht eine Runde um den Block gehen? Das gleicht den Bewegungsmangel durch den fehlenden Arbeitsweg wenigstens ansatzweise aus. Bei entsprechendem Wetter fahre ich auch gerne mal eine Stunde Rad.
  5. Ein Feierabendritual praktizieren. Normalerweise gehe ich aus dem Büro und sage mir beim Schließen der Tür sinngemäß: “Für heute ist Schluss – ungelöste Probleme werden morgen angegangen”. Zuhause geht das schlecht. Daher habe ich mir ein anderes Ritual angewöhnt, um mental vom Arbeitstag auf den Feierabend umzuschalten. Der Rechner wird in den Rucksack gepackt, mit dem ich sonst ins Büro gehe. Auch alles andere, was im Laufe des Tages auf den Schreibtisch gewandert ist. Der Rucksack verschwindet dann im Schrank.

Corona und das Blattgold

Ich habe befürchtet, dass es mit Beginn des Herbstes schlimmer wird. Und nun ist es wieder soweit: Man bekommt kein Klopapier mehr. Oder wie ich es inzwischen nenne: Blattgold. Dies ist, das habe ich in diesem Jahr gelernt, die zuverlässigste Warnung in diesem Land. Nun geht es also wieder los, die Beschränkungen werden konsequenter und strenger. Und wieder stellt sich für jeden die Frage, wie man mit der Situation am besten umgeht.

Abseits der Tatsache, dass die Gesundheit meiner Mitmenschen (und meine eigene) absoluten Vorrang hat, habe ich mir vor allem zur eigenen wirtschaftlichen Situation Gedanken gemacht. Was wäre wenn? Zum Beispiel wenn die Wirtschaft sich so entwickelt, dass ich im kommenden Jahr arbeitslos werde? Kein schöner Gedanke.

Dennoch: Was mir hilft ist die Gewissheit, nicht viel zu brauchen. Wie viel Geld man ausgibt, und wie viel Geld man braucht, sind zwei vollkommen unterschiedliche Größen. Die zweite Größe habe ich auch in diesem Jahr weiter nach unten geschraubt. Das lässt mich besser schlafen. Wenn ich jetzt noch irgendwo Toilettenpapier bekommen könnte…