Die persönliche Finanzstrategie in der Krise

Nach nun zwei Monaten der Einschränkungen und einhergehender wirtschaftlicher Auswirkungen häufen sich in den Medien die Meldungen über Branchen und Konzerne in Not. Bei der Autoindustrie, die wieder einmal um staatlich subventionierte Kaufanreize bettelt, wurde ich überdrüssig und habe aufgehört, die Themen zu verfolgen. War es doch gerade diese Branche, die über beinahe ein Jahrzehnt ihre Absatzrekorde ebenso am Fließband produzierte, wie ihre Autos.

Als Kind hat man mir gesagt, dass man nicht immer alles sofort ausgeben darf. Man muss auch etwas für schlechte Zeiten zurücklegen. Ich bin mir darüber im Klaren, dass die Führung eines Großkonzerns nun doch nicht ganz so einfach ist. Aber am Grundprinzip und der Notwendigkeit einer Rücklage ändert das für mich wenig.

Wie sieht es also in Zeiten wie diesen bei mir als Privatperson aus? Für mich selbst sehe ich zwei grundlegende Strategien, mit dem eigenen Geld umzugehen. Ich kann eine Wachstumsstrategie fahren und beispielsweise monatlich in Fonds investieren. Dabei habe ich oft keine Ahnung, was mit meinem Geld passiert. Stattdessen bin ich darauf angewiesen, dass andere, die in jedem Fall mitverdienen, wissen was sie tun. Im Fall von beispielsweise ETFs oder Fonds komme ich insbesondere in Krisenzeiten nur mit teilweise erheblichen Verlusten an mein Geld, wenn ich auf persönliche wirtschaftliche Katastrophen wie einen Jobverlust reagieren muss.

Die andere Strategie stellt das Gegenteil dar. Primäres Ziel ist die Senkung der Ausgaben und die Reduktion fixer Kosten. Dabei geht es nicht darum, mit so wenig wie möglich zu leben, gar kein Geld mehr auszugeben und an allen Ecken und Kanten zu knausern . Vielmehr suche ich den für mich richtigen Mittelweg, geprägt von überlegtem Kaufverhalten und Resistenz gegen Impulskäufe und Wegwerfmentalität. Als netter Nebeneffekt baut sich ohne Zutun ein finanzielles Polster auf, welches in Krisenzeiten ein Überbrücken von fehlenden Einnahmen dank ohnehin nicht hoher Ausgaben kompensieren kann.

Ich persönlich fahre besser mit der zweiten Variante. Sie spart auf Dauer nicht nur Geld, sondern erspart mir auch viel Verwaltungsarbeit und Stress. All das weiß ich, gerade in Zeiten wie diesen, immer mehr zu schätzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.