Fokussierung statt Multitasking

Das berühmte Multitasking ist allgegenwärtig, sowohl im privaten, als auch im beruflichen Umfeld. In Gewissen Maße ist das sicher auch möglich. Aber kann man wirklich zwei zusammenhanglose, Konzentration erfordernde Dinge gleichzeitig erledigen? Meiner Meinung nach nicht. Man kann nur ständig hin und her wechseln.

Zum Beispiel kann ich meinem Gegenüber während einem Telefonat nicht folgen und sinnvolle Antworten geben, während ich einen Text formuliere. Oder in einer belebten Verkehrssituation inmitten der Innenstadt auf alle Gegebenheiten achten, während ich meinem Beifahrer vom Urlaub erzähle und auf seine Fragen antworte. Und wenn ich es doch einmal versuche, empfinde ich es nach kurzer Zeit als sehr anstrengend.

Im Studium und auch später im Berufsleben habe ich immer versucht, meine Arbeitsbedingungen soweit möglich an meine Bedürfnisse und Eigenheiten anzupassen. Dazu zählen bei mir vor allem Ruhe und wenig Ablenkung. Auf einem sonst leeren Schreibtisch fällt es mir leichter, mich auf das Blatt oder auch auf den Bildschirm vor mir zu fokussieren. Wenn es mir leichter fällt, mich auf ein Blatt zu fokussieren, welches nicht von Büchern, anderen Blättern, dem ständig leuchten Smartphone und so weiter umbaut ist, dann ist das in anderen Bereichen meines Alltags doch bestimmt auch so, dachte ich.

Und ja, in den “fertig ausgemisteten” Bereichen meines Alltags erlebe ich genau diesen Effekt. Ich räume bildlich gesprochen immer öfter den Tisch um das Blatt Papier frei, so dass ich mich auf das eigentlich Wesentliche fokussieren kann.

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