Meine Regal-Baustelle

Gedanken à la “Ich sollte mal wieder ausmisten oder “es hat sich wieder einiges angesammelt” verursachen gerade Unzufriedenheit in mir. Denn ich habe nach einer Zeit der doch recht konsequenten Umsetzung meiner materiellen Vorsätze (und einer spürbaren Erleichterung) wieder nachgelassen.

Die Tatsache, dass ich wie in einem meiner letzten Posts beschrieben in den letzten Wochen sehr wenig Geld ausgegeben und praktisch keine neuen Dinge angeschafft habe, dient mir als Motivation, dieses Thema wieder anzugehen. Gerade im letzten Jahr habe ich sehr viel verkauft, verschenkt und entsorgt. Und dennoch: Mein Regal ist wieder voll.

Da sind wieder Zeitschriften, die ich mir spontan am Bahnhof gekauft habe. Bücher, die ich gelesen habe und nicht noch einmal lesen werde. Papiere, die nicht mehr benötigt werden, Verpackungen und so weiter. Ich besitze tatsächlich nur ein einziges, 80cm breites Regal, in dem ich alles verstauen möchte, was keine Kleidung ist. Leider bleibt es aktuell beim guten Willen, denn alles passt nicht hinein.

Also werde ich beim Ausmisten meines Regals darüber nachdenken, warum es mir scheinbar schwer fällt, den schon einmal erreichten Zustand einzuhalten. Denn wirklich vermisst habe ich damals nichts, im Gegenteil. Es hatte etwas befreiendes an sich. Und es ist sehr zufriedenstellend gewesen, mit einem Handgriff zu haben, was man gesucht hat. Weil man eben nicht mehr suchen, und auch nichts mehr zur Seite räumen musste.

Ein Gedanke zu „Meine Regal-Baustelle

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