Nein, ich bin nicht genervt

Sehr oft denke ich mir, dass weniger mehr ist. Neuerdings möchte ich vor allem seltener genervt sein. Und da ich Herausforderungen mag, habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wann ich offensichtlich unnötig genervt bin.

Zum Beispiel beim Warten in der Schlange an der Supermarktkasse. Manchmal kann man die Aggressivität und Anspannung der gesammelten Kundschaft buchstäblich fühlen. Da wird demonstrativ nach vorne und auf die Uhr geschaut, genervt aufgestöhnt und leise geschimpft. Zwar gehöre ich nicht zu den schimpfenden und fluchenden Kunden, aber ich bemerke meine Ungeduld.

Oder der Klassiker. Kaum zu toppen. Nahezu Folter für die Nerven: Die Bahn. Zwei Wörter, die meinen Puls bereits hochtreiben, selbst wenn ich gerade im Auto sitze. Apropos Auto: Warum bin ich eigentlich genervt, wenn bei erlaubtem Tempo 50 vor mir jemand nur 47 km/h fährt? Würde ich ausrechnen, wie viel Zeit ich verliere, während derjenige vor mir fährt, käme vermutlich allzu oft etwas lächerliches heraus.

In solchen Situationen bin ich ab sofort, das habe ich soeben beschlossen, nicht mehr genervt. So.

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