Reisen auf die leichte Schulter nehmen

Abseits der Zeiten von Corona bin ich relativ häufig geschäftlich unterwegs. Meistens mit der Bahn, da ich gerade auf Langstrecke viele Vorteile darin sehe. Seitdem ich Gefallen daran finde, mich selbst durch Reduktion zu entlasten, reise ich fast nur noch mit dem Rucksack.

Ausschlaggebend war damals nicht nur der Wille, sich auf möglichst wenig Gepäck zu beschränken. Zusätzlich hat ein Rucksack im Zug den Vorteil, dass man, entsprechende Packweise vorausgesetzt, während der Fahrt an alles herankommt. Denn in der Regel parke ich meinen Rucksack direkt vor dem Sitz, unter meinen Oberschenkeln. Damit entziehe ich mich gleichzeitig den üblichen Kämpfen der Mitreisenden um die Gepäckablagen über den Sitzen.

Um am Ziel angekommen nicht völlig zerknitterte Hemden vorzufinden, verwende ich seit Jahren eine Packtasche. Diese ist formstabil und enthält eine Faltschablone, mit der man Hemden auf das übliche Packmaß (so wie sie verkauft werden) zusammenlegen kann. Mit etwas Sorgfalt kann sogar noch die Unterwäsche und etwas bequemes für abends dazu. So bleibt es hinsichtlich Kleidung bei dieser einzigen Tasche. Deren Volumen schätze ich auf das eines normal gefüllten Aktenorders.

Mein Kulturbeutel hat hinsichtlich seiner Größe mehr Ähnlichkeit mit einem Federmäppchen, als mit einem klassischen Modell. Zahnbürste, Rasierhobel, Naturseife, Deo, Ohrstöpsel, einen Kamm sowie eine Nagelfeile und einen faltbaren Kleiderbügel. Mehr benötige ich unterwegs nicht. Die Naturseife ersetzt Duschgel, Shampoo, Zahnpasta, Waschmittel und Rasierschaum. Zu guter letzt habe ich noch einen stabilen Gabellöffel aus Plastik darin. So ist man auch beispielsweise für einen fertigen Salat bestens gewappnet. Wenn möglich, verzichte ich so auch auf Einwegbesteck.

An technischen Utensilien kommen neben dem Notebook, dessen Ladegerät und einer kleinen Maus lediglich ein 3in1-Ladekabel mit allen gängigen Anschlüssen sowie meine Kopfhörer hinzu.

Die ganze Sache hat noch einen netten Nebeneffekt: Ich habe wahnsinnig schnell ein- und auch ausgepackt. Die Vorbereitungen für eine Reise mit z.B. zwei Übernachtungen dauern selten länger als zehn Minuten.

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