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Wunschkonzert der Gedanken

In den letzten Wochen habe ich immer wieder darüber nachgedacht, was ich gerne lernen würde, bzw. auf welchem Gebiet ich gerne mein Wissen vertiefen würde. Es gibt so viele Dinge die mich begeistern und interessieren. Dummerweise gibt es da aber ein Limit: Mich. Denn meine Aufnahmefähigkeit ist nun leider einmal ebenso begrenzt wie meine Zeit.

So habe ich beispielsweise im letzten Jahr viel Zeit damit verbracht, mir die Grundlagen des Italienischen anzueignen. Irgendwann wurde aber aus dem anfangs begeisterten Lernen eine als Belastung empfundene Verpflichtung. Es passte nicht mehr in meinen Alltag, und vor allem nicht mehr in meinen Kopf.

Ich fand das sehr schade, denn erste Erfolge in der Praxis während des letzten Aufenthalts in Italien haben mich wahnsinnig gefreut und motiviert. Dennoch konnte ich die Motivation und Priorität nicht aufrechterhalten. Aber weswegen?

Wahrscheinlich ist der Grund so naheliegend, dass ich ihn nicht wahrhaben wollte. Ich habe einen Denkberuf, höre viel Musik, sehe mir oft Fachvorträge und Dokumentationen an. Ist es eigentlich nicht etwas dämlich, seinem Kopf außer beim Sport nie eine Pause zu gönnen und sich dann noch zu wundern, dass er sich irgendwann selbst schützt?

Dabei gibt es so viele Themen, die mich interessieren und reizen. Von der italienischen Sprache über verschiedene Instrumente bis hin zu speziellen IT-Themen, Börse, Kochen und und und. Alles geht nun einmal nicht. Aber ich kann zumindest versuchen die Dinge, die mich eigentlich nicht wirklich interessieren oder weiterbringen (höchst subjektiv), aber meine Aufmerksamkeit fordern, zu vermeiden.

Also Reduktion an einer Stelle, um an der anderen Maximierung betreiben zu können? Gewissermaßen. Aber insgesamt doch eher Reduktion auf das für mich Wesentliche. Und damit einen Versuch wert. Also mache ich mir Gedanken über die Aktivitäten, die für mich mehr Zeitvertreib als Entspannung, Erfüllung oder Weiterbildung sind. Um genau diese dann wegzulassen.