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Vorfreude ist auch eine Freude

Aber nicht die schönste Freude. Zumindest für mich nicht. Dennoch habe ich in diesen Tagen Vorfreude gespürt, und dadurch auch ein wenig die aktuellen Ein- und Beschränkungen aufgrund von Corona ausblenden können. Was ist passiert?

Ich habe eine längere Wanderung geplant. Wann, wie lange und wohin spielt eigentlich gar keine Rolle. Vielmehr geht es mir in diesem Beitrag um die Organisation. Die Planung der Route, die Wahl der Etappen hinsichtlich Länge und zu überwindender Höhenmeter. Die auch nach Stunden nicht beantworteten Fragen bzgl. der Ausrüstung. Was kommt in den Rucksack und was nicht? Was macht Sinn? Was beruhigt eher, wird aber voraussichtlich sowieso nicht gebraucht? Was ist unterwegs vorhanden?

Schon erwischte ich mich dabei, bis spät abends vor meinen Karten, Tabellen und Listen zu sitzen, und mich einfach auf das zu freuen, was da auf mich zu kommt. Und falls es bis dahin nicht möglich ist, die Reise wie geplant durchzuführen, wird sie einfach verschoben. Denn Vorfreude ist, wie ich ja inzwischen weiß, auch eine Freude.

Mir geht es besser ohne… Teil 2

Da ich in letzter Zeit gut darin bin, neunmalklug auf Thomas‘ Beiträge zu antworten, mache ich direkt weiter. Denn, mir geht es besser ohne…

… unnötige Gespräche. Damit meine ich keinen handelsüblichen Smalltalk, sondern wirklich Gespräche, die geführt werden, um die Stille zu brechen und die zu nichts führen. Ja, ich bin immer noch im Homeoffice, ja, heut ist es nebelig, ja heut war viel Verkehr. Auf was willst du hinaus mit solchen Aussagen?! Genießt doch einfach mal die Stille! Das wussten Depeche Mode schon vor 30 Jahren.

… falsches Pflichtbewusstsein. Dazu gehört für mich, keine Treffen mehr wahrzunehmen, auf die ich keine Lust habe bzw. Leute zu treffen, die mir nicht guttun. Das Leben ist zu kurz und zu schön, um seine Zeit zu verschwenden.

… den Versuch, es allen recht zu machen. Seit ich Dinge nicht mehr „anstandshalber“ tue, „weil es sich so gehört“, und seit ich mich in bestimmten Situationen nicht mehr so benehme, „wie es von einem erwartet wird“, fühle ich mich freier und gelöster.