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Jennys Veganuary – ein Fazit

Nachdem mein Vegan-Experiment nun schon wieder seit gut einer Woche vorbei ist, ist es für mich an der Zeit, dies mit ein wenig Abstand Revue passieren zu lassen. Warum der zeitliche Abstand? Damit ich nicht von meinen Gelüsten nach Essen geleitet, das mir gefehlt hat, das Experiment einseitig betrachte.

Ich esse seit Jahren kein Fleisch mehr. Daher stelle ich mir die Umstellung von einer vegetarischen Ernährung hin zu einer veganen leichter vor als bei Personen, die noch Fleisch konsumieren.

Obst und Gemüse stehen zudem täglich auf meinem Speiseplan, weshalb ich mich hier auch nicht groß umgewöhnen bzw. mir Dinge angewöhnen musste. Obst und Gemüse habe ich schon immer gerne gegessen. Umso besser, dass das Zeug auch noch ganz schön gesund ist.

Was musste ich also nun ersetzen? Wirklich die klassischen Käseprodukte. In erster Linie waren das Feta und Scheibenkäse. Normalen Joghurt habe ich übrigens schon seit Längerem durch Soyajoghurt ersetzt, Frischkäse esse ich auch schon lange nicht mehr.

Gewöhnungsbedürftig ist vor allem die Konsistenz des Feta-Ersatzes (ich nenne es mal Ersatz, bitte steinigt mich nicht). Dadurch, dass der Ersatz auf Mandel- oder Kokosbasis hergestellt ist, schmilzt er schneller. Gerade als Zutat in Saucen oder, beim Überbacken sollte das beachtet werden.

Die Streichcremes sind super Produkte, gleich im Geschmack und vielseitig einsetzbar. Auch bei den Scheibenkäsen kann ich nicht meckern.

Die vegane Ernährung, die auf Käseersatz setzt, hat sich bei mir finanziell bemerkbar gemacht. Im Schnitt waren die Produkte ca. 50 % teuer als die tierischen Ursprungs. Ursache hierfür sind jedoch nicht die veganen Produkte an sich, sondern die starke Subvention von Tierprodukten, die das Preisbild stark verzerren. Würde es ein normales Preisverhältnis zwischen Produkten tierischen Ursprungs und veganen Produkten geben, wäre die Preisschwere weitaus geringer.

Mein Fazit: Ich konnte einige neue Rezeptideen für mich mitnehmen, achte noch mehr auf die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und werde nun nach dem veganen Monat weiter versuchen, meine Ernährungsgewohnheiten weg von tierischen Produkten zu verlagern, jedoch nicht zu 100 %, wie es im Januar der Fall war. Und was waren nun meine eingangs erwähnten Gelüste? Blauschimmelcamembert 🙂

Die beste Optimierung: Ein eigener Werkzeugkasten

Ich oute mich als einen Menschen, der in seinem Leben schon zahlreiche Ratgeber gelesen hat. Wie man richtig aufräumt, wie man effizient arbeitet. Wie man sich selbst in verschiedensten Bereichen optimiert. Mittlerweile hab ich eine für mich entscheidende Sache gelernt: Ich lasse mir von keinem Ratgeber mehr erzählen, was mich zufriedener, oder mein Leben besser macht. Denn das sollte ich ja eigentlich selbst wissen.

Natürlich muss ich hier differenzieren. Durch einen Ratgeber zu fachlichen Themen kann ich mich weiterbilden, mein Wissen vertiefen oder mir zukünftig bestimmte Aufgaben erleichtern. Tatsachen, zum Beispiel aus der Trainingslehre, sind eben Tatsachen. Und wenn ich falsch trainiere, erreiche ich mein Ziel nicht. Oder schade mir gar selbst.

Meine Ablehnung geht eher in die Richtung der Versprechungen “Zufriedener in x Schritten”, “Wie Sie zu sich selbst finden” etc. Woher möchte ein mir fremder Mensch denn wissen, wie mein Kopf tickt? Stattdessen mache ich mir meine eigenen Gedanken. Hierbei versuche ich auch, mir gegenüber eine gewisse Objektivität walten zu lassen.

Stört mich eine Eigenschaft an mir, kann ich die Änderung angehen. Ich kann versuchen gegenzusteuern, Bewusstsein für etwas zu erlangen, Gewohnheiten zu ändern oder meinen Sturkopf sinnvoll einzusetzen. Ich verfüge über meinen eigenen Werkzeugkasten. In vielen Fragen des Lebens brauche ich keinen Ratgeber mehr.