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Verfügbarkeit vs. Besonderheit

Ich war gerade eine Woche in den Bergen, in Österreich und Italien. Wie immer gab und gibt es dort Dinge, die es sonst für mich nicht gibt. Dazu gehören neben den mittlerweile fast wehmütig vermissten Klängen der Kuhglocken und wunderschönen Landschaften auch Produkte, die ich bei uns im Supermarkt nicht kaufen kann. Oder Speisen, die bei uns einfach nicht schmecken.

Seit ich zum Beispiel auf einer österreichischen Alm einmal Kaiserschmarrn gegessen habe, würde mir nicht einmal mehr im Traum einfallen, selbigen bei uns zu bestellen. Das Gleiche gilt für Apfelstrudel. Beides an sich relativ einfache Gerichte, bei uns aber ruiniert durch Convenience-Produkte und wohl auch mangelndes Können. Und dort so viel besser in Kombination mit regionaler Verbundenheit und Landschaft. Vieles gilt natürlich auch umgekehrt. Ein Mittagessen samt Rieslingschorle in einer schönen Pfälzerwaldhütte brauchen sich nicht zu verstecken.

Im Falle von Produkten wäre es ja relativ einfach machbar, diese zum Beispiel auch in Deutschland anzubieten. Aber wären diese Produkte dann für mich noch etwas Besonderes? Würde ich sie noch mit Urlaub verbinden? Wohl eher nicht. Also verzichte ich lieber fünfzig Wochen im Jahr darauf. In diesem Sinne: Ich freue mich auf meine nächste hausgemachte Pasta in Italien samt einer bestimmten Zitronenlimonade. Und auf einen schönen Apfelstrudel in Österreich. Mit Staubzucker. Dazu bitte Kuhglocken.