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Ideen gegen die Langeweile

Vorab: Ich habe (noch) keine Langeweile. Das liegt aber bestimmt zum einen daran, dass ich Hobbies habe, denen ich auch in Zeiten von Corona, eventuellen Ausgangsbeschränkungen und geschlossenen Freizeitstätten nachgehen kann. Zum anderen habe ich mir aber auch mehrmals Gedanken darüber gemacht, was ich mit meiner Freizeit gerade so anstellen könnte.

  1. Schon einmal darüber nachgedacht, einen Blog zu erstellen?
  2. Aufräumen und Ausmisten. Das musste ja kommen. Aber das ist doch auch eine prima Gelegenheit! Den Kleiderschrank, die Bücherregale, den Schrank im Wohnzimmer. Die Kiste mit den sieben Sachen. Den Geldbeutel. Natürlich nicht alles auf einmal. Aber warum nicht z.B. eine Viertelstunde am Tag?
  3. Beim Schreiben von “das musste ja kommen” kam mir eine weitere Idee, die ja kommen musste: Steuererklärung. Entschuldigung, ist nur halb ernst gemeint.
  4. Einfach mal etwas neues ausprobieren. Ich habe z.B. im Januar einfach mal Baguette gebacken. Man konnte es sogar essen. Nächste Stufe: Zwölfstöckige Torte. Oder einfach noch einmal Baguette.
  5. War da nicht das eine Zimmer, das man seit einem Jahr neu streichen oder tapezieren möchte? Und wenn das Zimmer sowieso ausgeräumt werden muss: Siehe Punkt 2.
  6. Es kommen auch wieder andere Zeiten. Wie wäre es mit Urlaubsplanung? Vorfreude ist die schönste Freude. Oh je. Schon wieder “das musste ja kommen”. Ich höre jetzt damit auf, versprochen.
  7. Schuhe an, raus aus dem Haus und eine Runde gehen. Klingt einfach, ist es auch. Und bringt einen auf andere Gedanken.
  8. Ein Videoabend mit Freunden. Lässt sich je nach technischer Ausstattung auch zum Spieleabend machen. Ist zwar nicht so wie sonst, aber macht auch Spaß.
  9. Sich ein Indoor-Hobby suchen. Ich bin wie gesagt bereits versorgt und habe eher das Problem zu vieler Interessen. Die Möglichkeiten sind so vielfältig. Eine neue Sprache lernen? Fernstudium oder Weiterbildung? Kochen? Yoga? Kraftsport mit Eigengewicht? Schreiben? Lesen? Musizieren?
  10. Je schneller man sich mit einer neuen Situation abfindet, umso besser kommt man mit ihr klar. Einer meiner Lieblingssprüche. Denn ich finde, da steckt viel Wahrheit drin.

Weniger ist nicht immer schlechter

Ich habe lange überlegt, wie ich meine Gedanken zu diesem Thema ausdrücken soll. Denn ich bin hin- und hergerissen. Auf der einen Seite empfinde ich Verständnis und auch Mitleid für Jeden, der sich in der aktuellen Situation Sorgen machen muss. Egal ob dies nun wirtschaftlicher Natur oder beispielsweise aufgrund einer aufgeschobenen medizinischen Behandlung ist.

Aber dann sehe ich da auch die andere Seite. Die aktuelle Situation, die uns zu dem zwingt, was Wirtschaft und Werbung uns letztendlich durch Konsum suggerieren: Besinnung. Erholsamkeit. Im engsten Kreis der Familie. Nun hetzen wir eben nicht am 23. oder gar 24. Dezember nahezu verzweifelt durch die Innenstadt, um uns den Kopf darüber zu zerbrechen, was wir dann noch dem einen Menschen schenken sollen, der sowieso schon alles hat.

Vielleicht ist dieses Jahr auch einmal die Gelegenheit, sich wirklich auf den engsten Kreis seiner liebsten Mitmenschen zu besinnen. Ohne den berühmten Weihnachtsstress. Denn wenn man froh ist, wenn die Feiertage vorbei sind und man bis Silvester endlich einmal ein paar ruhige Tage hat, dann stimmt doch eigentlich etwas nicht.

Dies wird der letzte Beitrag vor Weihnachten sein. Wir wünschen euch trotz der Umstände schöne und vor allem besinnliche Feiertage. Passt auf euch auf.

Wieder einmal Montag

oder endlich wieder Montag?

Der Wecker klingelt um 5:50 Uhr. Bis ich es aus dem Bett schaffe, vergehen noch einige Minuten. Zähne putzen, die am Vorabend gerichteten Fahrradklamotten anziehen. Um kurz nach sechs sitze ich auf dem Rad. Die 8 Grad machen schlagartig wach. Gemütlich fahre ich meine kürzeste Stammstrecke. Ankunft im Büro, es ist gerade halb sieben durch. Eine schnelle Dusche, noch vor sieben Uhr sitze ich am Schreibtisch.

Ich habe mir heute genau überlegt, was ich schaffen möchte. Der Plan geht auf. Ein schönes Gefühl. Um kurz nach vier setze ich mich wieder auf mein Fahrrad. Die Sonne scheint, es geht etwas Luft. Ich entscheide mich für die längere Route nach Hause. Viel Grün, viel Wald, wenig Asphalt und Trubel. Fast eine Stunde später komme ich gut gelaunt zu Hause an.

Eigentlich war das kein übler Montag. Und ganz ohne Stress.

Prokrastination

Morgens 06:30 Uhr, der Wecker klingelt. Da es Sommer ist, komme ich verhältnismäßig gut aus dem Bett. Das Essen für die Arbeit (heute kein Homeoffice) ist schnell zubereitet, währenddessen ist auch schon der Kaffee fertig. Ich liege gut in der Zeit, gönne mir noch einen zweiten Kaffee, lese sinnlose Onlineartikel und räume auf, was am Vortag liegengeblieben ist, weil ich ja so gut in der Zeit liege. Upps, ich liege wohl doch nicht mehr so gut in der Zeit, war noch nicht im Bad und der Kaffee für die Fahrt wollte doch auch noch gebrüht werden. HILFE! Trödeln kann ich!

Die nächste Hausarbeit steht an, 8 Wochen Bearbeitungszeit, easy! Ganz gemütlich sammle ich Quellen, erstelle eine erste grobe Gliederung, mache mich an die theoretischen Grundlagen. Läuft! Jetzt wird sich der Hauptteil ja eh von selbst schreiben, hat er ja schon früher immer gemacht. Nicht. Egal, jetzt muss ich mich erstmal wichtigeren Dingen widmen: Das gesamte Internet lesen, Pi auswendig lernen, Serien suchten, mich bei 35 Grad über Wintermäntel informieren, Textmarker farbig sortieren und überhaupt. Wie? Abgabe in 8 Stunden und nicht mehr in 8 Wochen?!

Ist der rote Faden erkennbar? Vielleicht kann es ja auch eine Form des Minimalismus‘ sein, auf hausgemachten Stress zu verzichten?