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Wieder einmal Montag

oder endlich wieder Montag?

Der Wecker klingelt um 5:50 Uhr. Bis ich es aus dem Bett schaffe, vergehen noch einige Minuten. Zähne putzen, die am Vorabend gerichteten Fahrradklamotten anziehen. Um kurz nach sechs sitze ich auf dem Rad. Die 8 Grad machen schlagartig wach. Gemütlich fahre ich meine kürzeste Stammstrecke. Ankunft im Büro, es ist gerade halb sieben durch. Eine schnelle Dusche, noch vor sieben Uhr sitze ich am Schreibtisch.

Ich habe mir heute genau überlegt, was ich schaffen möchte. Der Plan geht auf. Ein schönes Gefühl. Um kurz nach vier setze ich mich wieder auf mein Fahrrad. Die Sonne scheint, es geht etwas Luft. Ich entscheide mich für die längere Route nach Hause. Viel Grün, viel Wald, wenig Asphalt und Trubel. Fast eine Stunde später komme ich gut gelaunt zu Hause an.

Eigentlich war das kein übler Montag. Und ganz ohne Stress.

Prokrastination

Morgens 06:30 Uhr, der Wecker klingelt. Da es Sommer ist, komme ich verhältnismäßig gut aus dem Bett. Das Essen für die Arbeit (heute kein Homeoffice) ist schnell zubereitet, währenddessen ist auch schon der Kaffee fertig. Ich liege gut in der Zeit, gönne mir noch einen zweiten Kaffee, lese sinnlose Onlineartikel und räume auf, was am Vortag liegengeblieben ist, weil ich ja so gut in der Zeit liege. Upps, ich liege wohl doch nicht mehr so gut in der Zeit, war noch nicht im Bad und der Kaffee für die Fahrt wollte doch auch noch gebrüht werden. HILFE! Trödeln kann ich!

Die nächste Hausarbeit steht an, 8 Wochen Bearbeitungszeit, easy! Ganz gemütlich sammle ich Quellen, erstelle eine erste grobe Gliederung, mache mich an die theoretischen Grundlagen. Läuft! Jetzt wird sich der Hauptteil ja eh von selbst schreiben, hat er ja schon früher immer gemacht. Nicht. Egal, jetzt muss ich mich erstmal wichtigeren Dingen widmen: Das gesamte Internet lesen, Pi auswendig lernen, Serien suchten, mich bei 35 Grad über Wintermäntel informieren, Textmarker farbig sortieren und überhaupt. Wie? Abgabe in 8 Stunden und nicht mehr in 8 Wochen?!

Ist der rote Faden erkennbar? Vielleicht kann es ja auch eine Form des Minimalismus‘ sein, auf hausgemachten Stress zu verzichten?