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Der Weg ist das (Bildungs)ziel

Wirft man einen Blick auf seine regelmäßigen Ausgaben, so behaupte ich, dass es bei den meisten Menschen in etwa die gleichen Positionen sind, die hierbei die größten Posten bilden: Miete oder Ratenzahlung(en) für die eigene Immobilie, Spritkosten oder ÖPNV-Ticket, Lebensmittel und Versicherungen. Hierzu kommen dann noch weitere Ausgaben für Freizeitaktivitäten, Kleidung, Unterhaltung(selektronik) und Sonstiges.

Ich glaube, dass ich selbst recht sparsam lebe. Meine Miete liegt entgegen der allgemeinen Wohnmarktsituation im normalen Bereich, ich versuche unnötige Fahrten mit dem Auto zu vermeiden, die Fahrten zur Arbeit entfallen dank schon zweimonatigem Homeoffice und an Versicherungen habe ich, was für mich persönlich nötig und sinnvoll erscheint.

Trotz meiner Sparsamkeit belastet eine größere Position monatlich mein Konto, mich selbst belastet die Summe jedoch nicht. Seit 2015 absolviere ich ein Fernstudium. Angestrebter Abschluss? Bachelor of Arts in International Business Communication. Nach dem Abi habe ich eine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin absolviert. Nach wie vor arbeite ich gerne ganz klassisch im Büro und habe hierbei fremdsprachliche Aufgaben. Aber war das schon alles? Für mich nicht. Einmal die Berufsluft geschnuppert, war es für mich jedoch keine Option mehr, an die Uni zu gehen. Wie also weiterhin an der Karriere schrauben und weiterhin Geld verdienen? Per Fernstudium!


Zwischendurch gab es einige Rückschläge, aber wie heißt es so schön? Der Weg ist das Ziel (Memo an mich: 5 Euro ins Phrasenschwein). Wenn ich nach einem langen Arbeitstag noch mal an den Rechner muss, oder bei schönem Wetter nichts unternehmen kann, dann versuche ich immer im Hinterkopf zu haben, dass ich schon den größten Teil des Weges gegangen bin. Noch 2 Hausarbeiten, 1 Projektbericht und die Bachelorarbeit.


Im Moment fällt es mir wieder etwas schwerer mich zu motivieren. Das liegt wohl aber eher daran, dass ich immer noch versuche, das aktuelle Pandemiechaos zu begreifen.

Zum Glück sind diese Durststrecken immer nur von geringer Dauer und am Ende weiß ich aber immer, dass ich die Strapazen für mich aufgenommen habe und dass sie sich lohnen, da man nie genug in Bildung investieren kann.

Wer hier schreibt – Teil II – das weibliche Pendant

„Hast du Lust auf einen Blog zum Thema Minimalismus?“ So erklärt sich in einem einfachen, als Frage formulierten Satz, wie ich beim Schreiben zum Thema Minimalismus gelandet bin. Da mein Blogschreibergegenstück nicht nur minimal, sondern auch liberal ist, darf ich mich vollkommen unerfahren nicht nur beim Verfassen von Texten, sondern auch direkt beim REGELMÄSSIGEN Verfassen von Texten versuchen. Als Grundschülerin wollte ich immer Autorin werden. Dann bin ich wohl doch mit einigen Umwegen bei meinem Ziel angekommen.

Notgedrungen war das Thema Minimalismus schon immer Teil meines Lebens. In meinem Fall hatte Minimalismus lange eine finanzielle Ursache und der Verzicht auf Konsum war der Tatsache geschuldet, dass meine Familie finanziell eher zur unteren Mittelschicht gehörte. Uns hat es nie an irgendetwas gefehlt, aber große Sprünge oder gar verschwenderische Ausgaben waren nie möglich und jetzt mit dem nötigen Abstand betrachtet im Nachhinein auch nie nötig.

Nach dem Abi und meiner Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin konnte ich mir dann aber Schritt für Schritt selbst Dinge leisten, die teilweise auch recht unnötig waren. Warum? Weil ich es endlich konnte. Ging es mir dadurch besser? Nein.

Ich war noch nie ein Freund großer Veränderungen und tue mir damit nach wie vor unfassbar schwer, aber vor drei Jahren musste ich bei Null anfangen, mein Leben wieder neu ordnen und lernen, erneut auf eigenen Beinen zu stehen – auch finanziell. Und nachdem ich mich so langsam aber sicher freigeschwommen hatte, gab es vor einem Jahr wieder einen großen Einschnitt in meinem Leben. Von einem Tag auf den anderen hatte sich so viel geändert, nichts war mehr wie vorher, aber ich habe gelernt, dass Geld und materielle Dinge nicht alles sind. Man – oder besser gesagt ICH – brauche nicht viel, um glücklich zu sein. Ich befinde mich nach wie vor in einem ständigen Lernprozess, während dem ich die kleinen Dinge wertschätze. Mal gibt es gute und mal schlechte Tage, aber alles in allem geht es stets bergauf, und für diese Aufwärtsbewegung brauche ich keine materiellen Dinge mehr.

Wer hier schreibt – Teil I

Im Zuge der Verfassung dieser Zeilen stellte ich mir die Frage, zu welchem Zeitpunkt ich damit begann, mich mit dem Thema Reduktion zu befassen. Die Frage ist schnell beantwortet: Ich weiß es nicht mehr.

Nach einer eher offensiven Phase des Konsums nach dem Start ins Berufsleben kam ich zu der Einsicht, dass materieller Besitz allein nicht die Zufriedenheit steigert oder glücklicher macht. Diese Einsicht und das Lesen einiger Bücher und Blogs haben mein Interesse endgültig geweckt. Denn die Themen Reduktion und Minimalismus sind nicht auf den materiellen Konsum beschränkt. Ich selbst sehe mich nach wie vor in der Findung des einen, für mich richtigen und stimmigen Minimalismus.

Seit meinem Studium der Wirtschaftsinformatik arbeite ich als Entwickler und Berater in einer mittelständischen Softwarefirma. Auch dort halten die Themen Reduktion und Vereinfachung Einzug in meinen Arbeitsalltag, vor allem hinsichtlich Planung und Eigenorganisation.

Wenn ich weder beruflich noch privat in die Tasten haue, bewege ich mich am liebsten in der Natur. Gerne zu Fuß, noch lieber aber mit dem Fahrrad.