Wer hier schreibt – Teil II – das weibliche Pendant

„Hast du Lust auf einen Blog zum Thema Minimalismus?“ So erklärt sich in einem einfachen, als Frage formulierten Satz, wie ich beim Schreiben zum Thema Minimalismus gelandet bin. Da mein Blogschreibergegenstück nicht nur minimal, sondern auch liberal ist, darf ich mich vollkommen unerfahren nicht nur beim Verfassen von Texten, sondern auch direkt beim REGELMÄSSIGEN Verfassen von Texten versuchen. Als Grundschülerin wollte ich immer Autorin werden. Dann bin ich wohl doch mit einigen Umwegen bei meinem Ziel angekommen.

Notgedrungen war das Thema Minimalismus schon immer Teil meines Lebens. In meinem Fall hatte Minimalismus lange eine finanzielle Ursache und der Verzicht auf Konsum war der Tatsache geschuldet, dass meine Familie finanziell eher zur unteren Mittelschicht gehörte. Uns hat es nie an irgendetwas gefehlt, aber große Sprünge oder gar verschwenderische Ausgaben waren nie möglich und jetzt mit dem nötigen Abstand betrachtet im Nachhinein auch nie nötig.

Nach dem Abi und meiner Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin konnte ich mir dann aber Schritt für Schritt selbst Dinge leisten, die teilweise auch recht unnötig waren. Warum? Weil ich es endlich konnte. Ging es mir dadurch besser? Nein.

Ich war noch nie ein Freund großer Veränderungen und tue mir damit nach wie vor unfassbar schwer, aber vor drei Jahren musste ich bei Null anfangen, mein Leben wieder neu ordnen und lernen, erneut auf eigenen Beinen zu stehen – auch finanziell. Und nachdem ich mich so langsam aber sicher freigeschwommen hatte, gab es vor einem Jahr wieder einen großen Einschnitt in meinem Leben. Von einem Tag auf den anderen hatte sich so viel geändert, nichts war mehr wie vorher, aber ich habe gelernt, dass Geld und materielle Dinge nicht alles sind. Man – oder besser gesagt ICH – brauche nicht viel, um glücklich zu sein. Ich befinde mich nach wie vor in einem ständigen Lernprozess, während dem ich die kleinen Dinge wertschätze. Mal gibt es gute und mal schlechte Tage, aber alles in allem geht es stets bergauf, und für diese Aufwärtsbewegung brauche ich keine materiellen Dinge mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.